Dialekte
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Bayrisch:
München - Hochsommer - ca.38 °C Hitze: Steht ein Mann in Badehose mitten in der Isar, füllt einen Maßkrug mit Flußwasser und will gerade zu trinken anfangen, als vom Ufer ein Bayer zu ihm hinüberbrüllt: He, Du do, wos machst'n nacha Du do? Bist deppert? Du konnst doch net des dreckerte Isarwassa saufa. Do werst doch krank und griagst an sackrischen Duachfoi und schbeim muaßt gwis a drauf! D'Hund und Katzn scheiß'n nei, des is do ois mit Bakterien und Vir'n versaicht. Wenn's bled hergeht, muaßt sogoa ganz elendiglich dro voregga. Der Mann in der Isar schaute ihn an und fragte: Wat ham se jesacht? Sprechen Sie keen Deutsch, Mann? Darauf plärrt der Bayer im perfekten Schriftdeutsch noch lauter: Gaaanz langsam trinken, das Wasser ist seeehr kalt
Bayrische Justiz:
- Richter: "Angeklagter, sagen's die Wahrheit!"
- Bayer: "D'Strass war eisig, mei Wagen is ins Schleidern kemma..."
- Richter: "Mir ham August, Sie soin die Wahrheit sagen!"
- Bayer: "Es hod grengt und Laub war auf der Strass..."
- Richter: "Seit Tagen scheint d'Sunna. Zum letzten Moi, die Wahrheit!"
- Bayer: "Oiso guad. D'Sunna hat gschiena und scho von weitem hob i die Scheiss-Preissn gsehn. Dann hob i einfach auf sie draufghaltn. Der oane is durch die Frontscheibn, der ander is in einen Hauseingang gflogen. Ich bereue nichts!"
- Richter: "Na, oiso. Warum denn net glei aso? Den oana verklag mer wegen Sachbeschädigung, den andern wegen Hausfriedensbruch!"
Berlinerisch:
- Ick sitz an' Tisch und esse Klops, uff eenmal klopts.
- Ick kieke, staune, wundre mir, Uff eenmal jeht se uff, die Tür!
- Nanu, denk ick, ick denk nanu, Jetz is se uff, erst war se zu.
- Ick jehe raus und kieke. Und wer steht draußen?
- Icke .
- Eener alleene is nich scheene, aba Eener mit Eene und denne alleene – det is scheene.
Hessisch:
Es schickt (es genügt). Gelle, du besst oh ned vo hei (Du bist auch nicht von hier). Kullroweschwozzer Neecher (kohlrabenschwarzer Neger). Woschdsubb (Wurstsuppe). Schobbe (Schoppen). Aale Woschd (Abgehangene Wurst). Hanger de Muhr (Hinter der Mauer). Alleweil (Jetzt). Geh fodd (Hör bloß auf). Hangerschdeverrerscht (Das Hinterste nach vorne, also falschrum). Bessde da norricht (bisst du denn verrückt/närrisch). "Jong, wem geherrscht du dann?" (Junge, zu wem gehörst du denn?) - "Ei, mei Vadder und mei Modder." (Zu meinem Vater und meiner Mutter). Rungelroiberobbmaschin (Runkelrübenausrupfmaschine). Nobber (Runter). Nuff (Rauf). De Bibbes (Fortgeschrittene Blasenentzündung).
Thüringisch:
- Gällertrebbe (Kellertreppe)
- Westover (Pullunder)
- Bratwuscht (Bratwurst)
- Rostbrätel (Grillfleisch)
- Knurzen (Füße/Beine)
- Kräppel (Berliner)
- Äppel (Äpfel)
- Bemme (belegtes Brot)
- Nüschel (Kopf)
- Kuddeln (tauschen)
- Sonnabend (Samstag)
- viertel sieben
- dreiviertel neun
- Klops (Frikadelle)
- Brause (Sprudel)
- nunter (runter)
- nauf (hinauf)
- nüber (rüber)
- Pantoffeln (Hausschuhe)
- Poofe (Bett)
- Mulle (Bett)
- Hiebscheste (Hübscheste)
- Hitrabradl ( Hintragbrett = Tablett)
- Flitzekagge (Dünnschiß)
- Fidd (Spülmittel)
- Mutschekiepchen (Marienkäfer)
- klennern (auf der Eisbahn schlittern)
- Ährborn (Kartoffeln)
- Asch (wannenartiges Gefäß)
- ausbaldowern (auskundschaften)
- ausgenuddld (ausgeleiert)
- aushäggn (was Dummes ausdenken)
- Bääbe ((Sand-)Kuchen)
- Baggasche (Gesindel)
- Bammbs (Mus)
- Bämme (Scheibe Brot)
- bammln (hängen)
- bebbln (fußballspielen)
- beebln (was herumfummeln)
- bibborn (zittern)
- bichln (einen heben)
- Binunnsen (Geld)
- Bläddbredd (Bügelbrett)
- blähgn (schreien)
- Blörre (geschmacklose Flüssigkeit)
- Bliemschn ((Milch-) kaffee)
- Blinnsn (Eierkuchen)
- boddn (große Schuhe)
- Buggl (Rücken)
- Buhde (Raum,Zimmer)
- dä wännsdorr (Kinder)
- Däähds (der Kopf)
- Dähmse (Hitze, Schwüle)
- dichdch (tüchtig)
- diddschn ((Kuchen in Kaffee) tunken)
- diggschn (schmollen)
- drammbln (trampeln)
- duffde! (Gut gemacht!)
- duhdn (hupen, trompeten)
- Dussl (Dummkopf)
- Ebblgriebsch ((Rest des Apfels, Kerngehäuse))
- eefach (einfach)
- eiferbibbsch (Unglaublich ! Sieh einmal an !)
- fähnsn (flennen/weinen)
- Feeds (Spaß)
- ferdsch (fertig)
- fiddschln (schnell hin und herbewegen)
- fiebm (pfeifen)
- Fissaaschä (Gesicht)
- Fläbbe (schlechtes Gesicht (Mine))
- flänn (weinen)
- fleedsen (lümmeln)
- flodder oddoh (Dünnschiß)
- Flossn (Hände)
- fobbm (einen hochleben zu lassen)
- forbämmbln ((die Kinder) verwöhnen)
- forblämmborn (vergeuden)
- fordaddord (verunsichert)
- forhäddorn (sich versprechen)
- forschärbln (verschleudern, (verkaufen))
- friemln (eine komplizierten Sache erarbeiten)
- funnsl (Lampe)
- Gäbbschn (kluger Kopf, Köpfchen)
- gähßch (blaß aussehen)
- gammbln (herumkämpfen)
- gaubl (tauschen)
- Gaugäddschor (Kaugummi)
- Geblääge (Lärm)
- Gelummbe (irgendein Zeug)
- giegsn (stechen, piken)
- gläggorn (danebentropfen)
- Glamoddn (Klamotten, Sachen)
- gloddsn (schauen)
- Glubschn (Augen)
- gnaubeln ((am Hähnchen) knabbern)
- gniedschn (zusammendrücken)
- gnille sein (fix und alle sein)
- Gorchl (Hals)
- grädsch ("grätig", ungehalten)
- grauchn (kriechen)
- Greizs (Kreuz, Rücken)
- Griebl ((Schimpfwort: schlechtes Ding))
- griwwln (jucken, jemanden kitzeln)
- guddl (trinken)
- guggemada (schau einmal an)
- guggen (sehen)
- Guggln (Augen)
- gullern (kugeln, rollen)
- Gusche (Mund)
- gwaarzn (rauchen)
- gwörlsch (aufgeregt, nervös)
- helle (gut, pfiffig)
- Hiddsche (kleine Fußbank)
- hubbn (hüpfen)
- Hudelei (Schwierigkeiten, Problem)
- iebermorschn (übermorgen)
- Laadschn (Schuhe, Füße)
- labbrisch (labil)
- loddrich (liederlich)
- Löffl (Ohren)
- Lohrge (schlechtes Getränk (Kaffee))
- Loodn ((lange) Haare)
- Luhladsch (großer Mensch)
- määrn (langsam sein)
- miggrisch (sehr klein)
- mobbsen (entwenden, stehlen)
- Morschn (Guten Morgen, morgen)
- muddln (langsam sein)
- Muggefugg (Milchkaffee)
- Muzel (Staubfussel)
- Namd (Guten Abend!)
- närsch (verrückt)
- ningln (weinen, jammern)
- nischln (jemanden ( am Kopf) schlagen)
- nuschln (undeutlich sprechen)
- ohm (oben)
- Omme (der Kopf)
- Ooche (Auge)
- oochema (auch einmal)
- Radaddn (Geld)
- rammln (sich stoßen)
- Renfdl (Ende des Brotes)
- Rodds hamm (Schnupfen haben)
- Roddsleffl (Schimpfwort:freches Kind)
- rumguddschn (herumfahren)
- Rungsn (großes Stück Brot)
- Schdärze (Topfdeckel)
- schdebbsln (verkorken)
- Schduss (Mist, unnützes Zeug)
- scheener (schöner)
- Schippe (Schaufel)
- Schmieche (Gliedermaßstab)
- schnugglisch (fein, hübsch)
- schwäbborn (vergießen)
- schwoofen (ausgehen, tanzen)
- sdräischt (Es regnet)
- umgrämmbln (verändern, umziehen)
- urschn (verschwenden)
- Wannsd ((dicker) Bauch)
- Weesgnebbchen ! (Tatsächlich !)
- zordeppern (zerstören)
Sächsisch:
- Dos is doa, wo de Gardoffln de Gellerdrebbe runnergullern
- An Goula gennsch misch doudsaufn
- ei gugge mol do
- ei fabibbsch nochemmah
- Gänsefleisch mo dn Gofferooum offmochn?
- Gonnsch dä Gejgse eididdschn?
- mährn (Is wemmor rummährd un sisch nisch ausmährd - Steigerungsform zu muddln)
- Omme, Nischl, Riebe (mehr oder weniger liebevolle Synonyme für Gobb)
- gaubln (tauschen)
- membln (vermengen, mischen)
- Buddse (kleines Haus, manchmal auch liebevoll für Wohnung)
- sich buchen (mit kurzem u) = sich prügeln
- vernümbfdich
Ruhrpottplatt:
- Paselakentasse, Smith & Wesson,darf dat dat?...*koppschüttel*..dat dat dat darf..tztz Nüppchen Peng,
- Kabachel = altes marodes Haus, oft heruntergekommen und verranzt
Ostdeutsch:
- ist kein Dialekt